Die F-Gase-Verordnung

Um den weltweiten Temperaturanstieg auf 2°C zu begrenzen, strebt die EU eine Verringerung der Treib-hausgasemissionen bis 2050 um 80 bis 95 % gegenüber den Werten von 1990 an. Fluorierte Treibhaus-gase (F-Gase) tragen wesentlich zum Treibhausgaseffekt bei, denn sie verfügen über ein Treibhauspo-tential, das 100 bis 23.000-mal höher ist als das von Kohlendioxid (CO2). Das Treibhauspotential wird auch als Global Warming Potential (GWP) angegeben. Somit können F-Gase erhebliche klimaschädliche Wirkungen erzeugen, zum Beispiel wenn sie durch Leckagen in die Atmosphäre entweichen oder bei unprofessioneller Entsorgung von F-Gase-haltigen Geräten austreten. Noch dazu steigt stetig die Nachfrage nach Kühlung, z. B. für die Raumklimatisierung oder für das Konservieren von Lebensmitteln. Weltweit nehmen Klimaanlagen und Kühlschränke 20 % des elektrischen Energiebedarfs in Anspruch, mit steigender Tendenz. Die dementsprechend steigenden Emissionen von F-Gasen können vermieden werden, denn es gibt alternative Kühlmittel wie zum Beispiel Ammoniak, Propan, Butan oder CO2, die den Klimawandel erheblich weniger beeinflussen als herkömmliche F-Gase. Die F-Gase-Verordnung (EG) Nr. 842/2006 wurde überarbeitet, um in Hinblick auf bereits verfügbare alternative Kälte- und Kühlungsmittel einen möglichst hohen Anteil an Emissionen von F-Gasen zu verhindern.

Nach neuen Erkenntnissen im Bereich verfügbarer neuer Technologien wurde die neue F-Gase-Verordnung im April 2014 veröffentlicht. Dichtheitsprüfungs, Wartungs- und Instandsetzungspflicht für stationäre Kälte-, Klimaanlagen und Wärmepumpen sowie Transportkälteanlagen über 3,5t (LKW)Die Anforderungen der neuen F-Gase-Verordnung gelten ab dem 01.01.2015.

DIESE NEUE VERORDNUNG EU 517 / 2014 IST AB DEM 01.01.2015 ANZUWENDEN